Über uns

Stimmen der TeilnehmerInnen


In kurzen Interviews wurden die Jugendlichen u.a. gefragt, was sie motiviert hat, sich für das Projekt zu bewerben, oder auch was sie persönlich für sich mitnehmen.

Statements der TeilnehmerInnen


„Ich habe mich dazu entschieden im Kurzfilm die Rolle eines Menschen mit einer anderen Hautfarbe zu repräsentieren. Ich finde es einerseits wichtig, die Vielfalt aller Menschen in einem positiven Licht darzustellen. Andererseits bin ich selbst schon mit ähnlichen Vorurteilen oder merkwürdigen Verhaltensweisen konfrontiert worden. Mir ist es wichtig, dass sich jeder darüber klar wird, dass er Vorurteile hat, die anderen jedoch trotzdem nicht besonders behandeln sollte, sondern versuchen, unbefangen in neue Situationen zu gehen.“

„Mein Name ist Meliha, ich bin 20 Jahre alt und bin Moslem. Im alltäglichen Leben trage ich normalerweise kein Kopftuch, jedoch bei besonderen religiösen Anlässen. Mit meiner Rolle wollte ich darauf aufmerksam machen, dass es nicht wichtig ist, ob man ein Kopftuch trägt, sondern wer dahinter steckt. Im Grunde bin ich die selbe Person, ob mit oder ohne Kopftuch. Trotzdem werde ich mit Kopftuch schräg angeschaut, was mir ohne Kopftuch nicht passiert.“

„Wir wollten mit der Rolle der Lesbe auf die Vorurteile gegen gleichgeschlechtliche Liebe hinweisen. Viele Schwule und Lesben müssen heutzutage, trotz immer stärker werdender Toleranz, viele schiefe Blicke und Zurückweisungen einstecken, vor allem wenn sie ihre Sexualität offen zeigen.“

„Beim „Flaschendreh-Film“ vertrat ich die Minderheit der Menschen mit Behinderung. Obwohl Inklusion in unserer Gesellschaft immer mehr Beachtung findet, steht es weiterhin außer Frage, dass es Vorurteile gibt. Diese sind aber seltener als Beleidigung zu verstehen, als dass sie aus Berührungsängsten heraus geäußert werden. Oftmals wissen die Menschen nicht, wie sie mit jemandem umgehen sollen, der sich anders fortbewegt, die Welt anders wahrnimmt oder einfach nur etwas „anders aussieht“. Aus dieser Situation entwickelt sich dann meist eine solche, die für beide Seiten unangenehm ist. Wenn zum Beispiel der Redepartner in die Hocke geht, um dem Rollstuhlfahrer in die Augen sehen zu können. Meistens führen solch mit Sicherheit lieb gemeinten Gesten aber wie gesagt eher in die falsche Richtung. Was mich als Person, die von Geburt an auf einen Rollstuhl angewiesen ist, hingegen schon eher verärgert sind Menschen, die aufgrund des Körpers auch auf einen eingeschränkten Geist schließen. Die Leute denken, dass sie mit mir wie mit einem Kind reden müssen, mich duzen dürfen, obwohl ich sie gar nicht kenne. Mein im Film gesagter Satz: „Nur weil ich im Rollstuhl sitze, heißt es nicht, dass ich auch dumm bin.“, bringt das sehr schön auf den Punkt. Dabei habe ich - und viele anderen Menschen auch, egal ob mit oder ohne körperlicher- oder geistiger Behinderung ein Recht darauf, respektvoll behandelt zu werden. Ich habe bald mein Abitur und seit nun schon fast zwei Jahren meinen Führerschein. Ein Leben also, wie viele andere in meinem Alter es genauso führen. Wichtig - und das gilt eigentlich für alle Minderheiten, ist es, dass die Menschen im Allgemeinen lernen, sich in ihr Gegenüber hineinzuversetzen zu können und versuchen, dessen Sichtweisen nachzuvollziehen. Ich denke, dass viele Ängste und „Übersprungshandlungen“ so vermieden werden könnten. Einem Rollstuhlfahrer, einem Blinden oder einem Humpelnden wird man immer hinterhersehen - aber machen wir das nicht alle, wenn wir etwas uns Unbekanntes erblicken?“

 

Die Projektbeteiligten


Ilka Maria Andermann

Teilnehmerin aus Garbsen

Lisa Marie Chidex

Teilnehmerin aus Kiel

Paulina Cremer

Teilnehmerin aus Ellwerath

Dennis Feldmann

Teilnehmer aus Koblenz

Leon Glover

Teilnehmer aus Seelze

Alexandra Günter

Teilnehmerin aus Kaiserslautern

Elena Hoffmann

Teilnehmerin aus Olzheim

Jakob Kafka

Teilnehmer aus Garbsen

Elke Michaelis

Medienpädagogin

Alischia Kusche

Haus der Wannseekonferenz

Tom Krawczyk

Teilnehmer aus Rhens

Antonios Liokareas

Teilnehmer aus Garbsen

Mareike Lotze

Teilnehmerin aus Windeby

Isaiah Michalski

Teilnehmer aus Berlin

Agathe Mnich

Teilnehmerin aus Seelze

Nico Nebe

Teilnehmer aus Garbsen

Hatice Onurlu

Teilnehmerin aus Bergkamen

Diana Parsons

Teilnehmerin aus Berlin

Ilona Herbert

Medienpädagogin

Elke Gryglewski

Haus der Wannseekonferenz

Celine Redmann

Teilnehmerin aus Otterberg

Tyll Reinisch

Teilnehmer aus Silberstedt

Johanna Rieper

Teilnehmerin aus Berlin

Laura Ritzke

Teilnehmerin aus Werder

Leonie Rooseboom

Teilnehmerin aus Potsdam

Marc Semsroth

Teilnehmer aus Garbsen

Antonia Stagmann

Teilnehmerin aus Winnweiler

Joshua Storch

Teilnehmer aus Hohen Neuendorf

Christopher Dillig

Medienpädagoge

Aya Zarfati

Haus der Wannseekonferenz

Hannes Takenberg

Teilnehmer aus Garbsen

Meliha Tatar

Teilnehmerin aus Dietzenbach

Maximilian Volz

Teilnehmer aus Rübenberge

Antonia Wardin

Teilnehmerin aus Wensin

Katharina Pupacz

Teilnehmerin aus Kiel

Kristin Narr

Medienpädagogin

Guido Bröckling

Medienpädagoge

Roland Pöllinger

Medienpädagoge

Ulrich Tausend

Medienpädagoge

Cornelius Strobel

Projektkoordinator BpB